Self PortraitSelf Portrait

 

 

 

Das Interesse zu Fotografie und Film liegt in meiner Familie. Mein Großvater entwickelte Filme noch selbst und machte sogar Fotomontagen – damals noch reines Handwerk in der Dunkelkammer. Mein erster eigener Fotoapparat war eine Beirette SL100. Bis weit nach 2000 nutzte ich die analoge Praktica.
 
Ich war sozusagen ein Spätzünder, als ich 2010 den Einstieg mit einer simplen DSLR wagte. Photoshop wurde für mich zur Dunkelkammer und ich nutzte es von Anfang an intensiv. Das bedeutet auch, dass ich ausschließlich im RAW-Format arbeite, denn nur so kann man die Bilder letztendlich nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten und vor allem die hohe Dynamik der modernen Sensoren ausnutzen.
 
Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter Computerspieler und mag die grafische Ästhetik moderner 3D-Engines: gesättigte Farben, Details, Klarheit, Symmetrie und hohe Dynamik. Diese Charakteristiken baue ich, bewusst oder unbewusst, immer wieder in meine Bilder ein. 
 
Meine Kamera ist klein, unauffällig und leicht - das DSLR-Geschleppe gehört der Vergangenheit an. Nach einigen Jahren Vollformat bin ich 2017 zudem wieder auf APS-C umgestiegen. Ich nutze die Festbrennweite 1.4/35 (50mm Äquivalent) und ein Zoom 11-23 (17-35mm Äquivalent). Damit bin ich beweglich und flexibel.
 
Ich habe keine konkreten Vorbilder, jeder Fotograf, der mich mit einem Bild anspricht, kann ein Vorbild für mich sein. Ich hege jedoch eine versteckte Bewunderung für all die großen Reportagefotografen der Vergangenheit und Gegenwart, die es manchmal geschafft haben, mit einem simplen Schwarzweiss-Bild etwas auf der Welt zu verändern.
 

 

Freiberg, 2017