Nachtrag zum RAW-Konverter-Test

September 06, 2013  •  Kommentar schreiben
 
Wie es der Zufall manchmal so will: nachdem ich letzte Woche in diesem Review Aperture 3 so ziemlich verrissen hatte, traf ich auf einen netten Menschen, der mich des besseren belehrte.
 
Mark Diekmann-Lange hat auf seiner Seite www.photoauge.de vor einiger Zeit schon einen schönen Vergleich zwischen Aperture und Lightroom gefahren. Zudem hat(te) er die gleiche Kameratechnik zur Verfügung.
 
Also schrieb ich ihn mal an und er erklärte sich spontan bereit, mein böses “Testbild” mal mit seinen Settings zu verarbeiten.
 
Nochmal zur Erinnerung, hier das ziemlich verhunzte Original (alle Bilder bitte immer anklicken um sie in Originalgröße zu öffnen):
 
 
 
 
Die Ergebnisse seht Ihr hier:
 
 
 
 
Das ist Aperture in den Händen eines Profis. Die beiden Kontrahenten Lightroom und Capture One sind nach wie vor etwas besser bei den Details in den dunkleren Bereichen aber Aperture hält hier ganz gut mit. Mark hat mit Kontrast, Belichtung, Definition, Wiederherstellung und Schwarzpunkt sehr feinfühlig gearbeitet und die Kanten etwas nachgeschärft. Im Bereich Glanzlichter & Schatten ist er zurückhaltender als ich gewesen. Das bewahrte das Bild augenscheinlich vor dem “umkippen” und sorgte für ein insgesamt stimmiges Ergebnis.
 
Zum Vergleich hier noch mal Lightroom:
 
 
 
 
Und schließlich Capture One:
 
 
 
Interessanterweise kitzelt Mark aus allen drei Programmen farblich sehr konsistente Ergebnisse raus. Ansonsten bestätigt sich die Aussage aus meinem ersten Test: sowohl Lightroom als auch Capture One holen mehr Details aus dem Bild, Capture One meint es dabei für meinen Geschmack ein wenig zu gut.
 
Ich muss zugeben, in den Händen eines Aperture-Profis sieht die Sache schon ganz anders aus. Insofern will ich mein Testergebnis etwas relativieren; wenn man Aperture viele Jahre genutzt hat und wirklich weiss, was man tut, kann man mit gutem Gewissen dabei bleiben.
 
Für jemanden, der mit Aperture hingegen keine oder wenig Erfahrung hat, bleibe ich bei meiner Empfehlung Lightroom oder Capture One. Mein Test sollte ja vor allem zeigen, welcher Konverter mit dem geringsten Aufwand die brauchbarsten Ergebnisse liefert und sich dabei faktisch am intuitivsten bedienen lässt. Und weil ich das bei den anderen Kandidaten mit deutlich weniger Justierungen schaffte, spricht das natürlich eher für diese Programme.
 
Ich möchte dabei aber Betonen, dass ich hier immer über Nikon, insbesondere die D600 spreche. Ich kann keine Aussage über die Verarbeitung von RAW-Files anderer Kameras treffen – mag sein, dass sich Aperture mit anderer Hardware durchaus besser schlägt.
 
Wie dem auch sei, ich danke Mark Diekmann-Lange (www.photoauge.de) für diese neuen Erkenntnisse und seine Zuarbeit!
 

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